Archiv 2008

Alle Veranstaltungen, Theateraufführungen und Angebote, die im Jahr 2008 stattfanden

Einladung zum Staatsbesuch - Tag der offenen Tür 2009

Ein Rückblick auf den Tag der offenen Tür der Bundesregierung

Am 22. und 23. August fand zum 11. Mal der Tag der offenen Tür der Bundesregierung statt.
Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) öffnete seine Türen und lud zu einer ganz besonderen Reise durch 60 Jahre Forschung in Deutschland ein.

Dat büffeln satt - Jugendgeschichtsprojekt

Mit dem fächerübergreifenden Jugendgeschichtsprojekt „Dat büffeln satt“ ist es dem KREATIVHAUS  e.V. unter der Projektleitung von Frank Schikore gelungen, eine Brücke zwischen außerschulischer kultureller Jugendbildung und schulischer Bildung zu schlagen.
Das Projekt bot SchülerInnen unserer Partnerschule die Möglichkeit, durch praktische Recherchen im schulnahen Kiez den kritischen Umgang mit überlieferter Geschichte kennen zu lernen.

Pension Schöller

„Pension Schöller“ war der Hit des BerlinerZentralTheaters im Jahr 2008.
Das Stück wurde bis Ende Dezember im KREATIVHAUS aufgeführt.
Die Premiere war am 25. Mai 2008.
Nachdem die Gruppe in den vergangenen Jahren (noch als "Trommeltheater") immer wieder neue und spannende Rückblicke auf Stoffe des klassischen Theaterers geworfen hatte, und literarische "Schwergewichte" wie Cervantes, Shakespeare, Schiller und Goethe zu ihren bevorzugten Autoren gehörten, nimmt sie sich nun eines sehr leichten heiteren Stoffes an. Pension Schöller Plakat

Der mittlerweile auch schon fast als "Klassisch" zu bezeichnende Schwank "Pension Schöller" von Carl Laufs, nach einer Idee von Wilhelm Jacoby wurde im Oktober 1890 im Berliner Wallner - Theater uraufgeführt und gehört seitdem zu den unsterblichen Stücken seines Genres.
Das Theater Stück "Pension Schöller"
Die Spielfassung des BZT orientiert sich an der Originalvorlage der Uraufführung und wurde nur behutsam den Möglichkeiten der Gruppe entsprechend verändert
Eine Konsequenz daraus ist beispielsweise die Verlegung der Spielhandlung aus der Gründerzeitepoche in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Handlungsorte sind das ehemalige West- Berlin und ein Dorf in der rheinischen Provinz.

Der Plot:
Ein Landwirt aus einer entlegenen Gegend in Westdeutschland erlebt das aufregende Großstadtleben Berlins und möchte als Krönung seiner Erlebnisse einer Abendgesellschaft in einer modernen Heilanstalt für Geisteskranke beiwohnen.
Sein Neffe, der sich von ihm finanzielle Unterstützung für sein frisch gegründetes Geschäft verspricht, führt ihn, mangels anderer Gelegenheit stattdessen in eine ganz normale Pension.
Der Onkel sieht nun "durch die Brille des Vorurteils" alle Bewohner der Pension als "Verrückte" an und widerspricht niemandem.
Das hat Konsequenzen…
Natürlich klärt sich am Ende alles auf und es gibt ein Happy end mit dazugehörigem Liebesglück.
Das Theater Stück "Pension Schöller"
Das Stück lebt von großer Situationskomik, den skurrilen Figuren und witzigen Dialogen.
Wer von dieser Aufführung psychologisch ausgefeilte Figuren in realistischen Zusammenhängen oder gar die ernsthafte Behandlung von ethisch-medizinischen Grundsätzen der modernen Psychologie erwartet, wird enttäuscht werden.
Wer jedoch kräftig überhöhte Theaterkomik in Tempo - und aktionsreichem Spiel, in der Verbindung mit der für das BerlinerZentralTheater üblichen Vermischung mit packender Live-Musik liebt, kommt voll auf seine Kosten.

Regie: Ulrich Radoy
Musikalische Leitung: Thomas Naumann

Montags bei Bulettenelse

Ein Berliner Volksstück von heute mit Zitaten von Heinrich Zille: "Montags bei Bulettenelse" - Zilles Milljöh 2008
Inszenierung: Sükriye Dönmez
Buch und Text: Theater & Geschichten

Im Rahmen des Projektes "Theater & Geschichten" hat sich eine Gruppe von ambitionierten Theaterschaffenden im KREATIVHAUS e.V. in Berlin - Mitte zusammengefunden.
Vom Elektriker bis zum Professor für Literatur entwickelte das Team zum 150. Jubiläum des "jroßen" Meistas" ein Volkstück, befreit von sentimentaler Milljöh-Verklärung und dem Blick Zilles verpflichtet, der sah, "wie's is!"

Theaterstück "Montags bei Boulettenelse" 

"Montags bei Bulettenelse" zeigt einen Spiegel des heutigen Milljöhs.
Der Mittelpunkt der Inszenierung ist eine Imbissbude, an der sich die unterschiedlichsten Menschen treffen, um über ihr Elend und Leid zu klagen.
Bitterer Witz und ätzender Sarkasmus gehören zum allgemeinen Ton.
Trotzdem mag man sich, so oder so. "Zille heute" ist mal herzlich, mal unbarmherzig und oft perspektivlos.
Das Stück beabsichtigt, Achtsamkeit und den Anspruch eines jeden Menschen auf das elementare Recht, respektiert zu werden, zu verdeutlichen.
Die Zuschauer hören dem bitter-süßen Berliner Jargon zu.

"Es tut weh, wenn man den Ernst als Witz verkaufen muss." (Heinrich Zille)

"Zille, Du warst ein jroßer Meista. Du hast jesacht wies is." (Kurt Tucholsky)

Beides galt für die Zeit, in der Zille lebte, für die wilhelminische Zeit, ebenso wie für die der Weimarer Republik.
Aber es gilt auch für die Zeiten von "Hartz IV".

Pocchinos abenteuerliche Suche nach dem Wasser

"Pocchinos abenteuerliche Suche nach dem Wasser"

Pocchino aus den Tessiner Bergen lebt in aller Bescheidenheit in seinem Dorf.
Die Dörfler sind hochmütig geworden und werden mit einer großen Dürre bestraft.
Nur Pocchino hat immer zu trinken.
Die hungernden DorfbewohnerInnen hören Stimmen aus dem Berg.

Dat büffeln satt - Milljöhstudien zu Armut und Jugend in der Weimarer Republik

Bilder und öffentlich geschilderte persönliche Erinnerungen machen Zeitgeschichte lebendig und helfen den nachfolgenden Generationen dabei, aus dem Verständnis der Vergangenheit heraus Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft zu übernehmen.
In vielen Familienfotoalben schlummern Aufnahmen, die als historische Zeitdokumente Erkenntnisse über den Alltag im Berlin der 20er Jahre liefern können.
LeserInnen, die solche Schätze Ihr Eigen nannten, konnten unserem Jugendgeschichtsprojekt damit sehr wertvolle Hilfe leisten.

Sepiafoto Alte HausdächerUnter dem Projekttitel "Dat büffeln satt" ließ der KREATIVHAUS e.V. 10 Jugendliche als GeschichtsforscherInnen aktiv werden.
Sie führen Interviews, recherchieren im Internet, analysieren Bilder, besuchen Archive und Museen, um sich ein anschauliches Bild von den Zeit- und Lebensumständen in Berlin zwischen den Weltkriegen machen zu können.
Besonderes Augenmerk legten die jungen GeschichtsforscherInnen darauf, welche „Spuren“ der Künstler Heinrich Zille im Bewusstsein und Erscheinungsbild des Kiezes hinterlassen hat.
Ziel ist ein Quervergleich prekärer Lebenssituationen der Weimarer Republik und heute auf Grundlage kunsthistorischer Dokumente und Interviews.

Gelegenheit journalistisches Handwerkszeug zu erwerben, hatten die Jugendlichen zuvor bei der Herstellung einer Schülerzeitung, für die sie seit Oktober 2007 als „KiezreporterInnen“ unterwegs waren.
Jetzt erforschen, entdeckten, dokumentierten und präsentierten die 14jährigen SchülerInnen der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum ihre Erkenntnisse gemeinsam mit 50 anderen Gruppen abschließend auf einem Jugendgeschichtstag, der im November 2008 vom Landesjugendring Berlin/ Brandenburg veranstaltet wird.
Ermöglicht wurde das Projekt durch das Förderprogramm „Zeitensprünge“ der Stiftung Demokratische Jugend.
Die Projektergebnisse finden Sie in unserem Rückblick.

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