ErzählCafé

Die Veranstaltungen des KREATIVHAUS ErzählCafés.

ErzählCafé November 2008

Bernd Heller: ein Leben vom Kabarettistischen Zauberer und „Hellseher“ zum Psychologen, Therapeuten und Experten in Sachen Okkultismus und Parapsychologie und der modernen Verführbarkeit der Menschen, besonders auch in wirtschaftlich und sozial schwierigen Zeiten.

Bernd Heller wuchs als „proletarisches Kind“ im Nachkriegs-Deutschland in Berlin-Mitte auf, und wurde schon recht früh als „Wunderkind“ in Sachen Zauberei und Gedankenlesen gehandelt.

ErzählCafé Oktober 2008

Sabine Werth weiß, wie übriggebliebene Lebensmittel aus Supermärkten und Restaurants ihren Weg zu bedürftigen Menschen finden.

1993 wollte Frau Werth zusammen mit anderen Berliner Frauen etwas für obdachlose Menschen tun.
Daraus ist die inzwischen zahlenmäßig größte soziale Bewegung in Deutschland geworden, die in diesem Jahr 15 Jahre alt wurde.

ErzählCafé September 2008

Sybille Volkholz ist Lehrerin und ehemalige Senatorin für Schule, Berufsbildung und Sport.
Mit ihrem „Bürgernetzwerk Bildung“ föderte sie in den letzten drei Jahren maßgeblich: Engagierte Freiwillige gehen dabei ehrenamtlich als „LesepatInnen“ in Schulen.
Bundesweit wird hier von einem Erfolgsmodell gesprochen.

Am 20. September 2008 war Weltkindertag, der 8. Berliner Freiwilligentag und „Tag der offenen Tür“ im KREATIVHAUS.
Um 16:00 Uhr erwarteten wir als Gast des Tages und zum Start in die Herbst-Erzählzeit Frau Sybille Volkholz.

ErzählCafé Mai 2008

Baustelle Nikolaikirche

Die berühmte Berliner Nikolaikirche wird zur Zeit saniert und restauriert.
Der langjährige Werkstattleiter des Märkischen Museums und Leiter einiger Sonderausstellungsprojekte in der Nikolaikirche, Albrecht Henkys, berichtete am 17. Mai im ErzählCafé über seine Arbeit als Kurator der umfangreichen Bauarbeiten und über seine Neukonzeption der künftigen Dauerausstellung in der Nikolaikirche.

ErzählCafé April 2008

Geschichten über unerhörte Dinge

Roland Albrecht, der Künstler und Museumsdirektor führte uns am 19. April durch seine außergewöhnlichen Ausstellungswelten und weckte unser Interesse für die Geschichte der „Unerhörten Dinge“.

Haben Sie je einen Gedanken daran verschwendet, wie der in Prag und Tschechien geläufige Gruß „Ahoi“ in die Seefahrt geriet?
Warum Messwein weiß und nicht rot ist?
Warum das Edelweiß so hochgeschätzt wird und Kaiserin Maria Theresia Perlmuttknöpfe für ihre Soldaten haben wollte?
Große Fragen, ausgelöst durch kleine Dinge, denen Roland Albrecht ein ganzes Museum gewidmet hat:
Dem Stein, der Thomas Mann inspirierte, dem Schreibmaschinenteilchen, das Walter Benjamin plötzlich fehlte, den Spuren eines Gedankenblitzes.

ErzählCafé März 2008

Im Erzählcafé vom März 2008 hat Manfred Birkhahn uns erzählt, wie sich abhängig Beschäftigte wehren können, wozu Gewerkschaften auch heute noch notwendig sind und was er unter sozialer Gerechtigkeit versteht.
Auch seine Erfahrungen mit der Ost-West-Fusion auf gewerkschaftlicher Ebene, die er am Köllnischen Park koordinierte, kamen zur Sprache.
Ein Leben lang Gewerkschaftler von der Basis bis zur Spitze
Eine Aldi-Verkäuferin berichtet: „Da kommt zum Beispiel ein Testkäufer mit einem ganzen Karton Butter.
Da sind fünf Lagen Butter drin, und ganz unten wurde eine teurere irische Butter versteckt.“

ErzählCafé Februar 2008

Das Nikolaiviertel – Altberliner Kolorit und zeitgenössische Stadtbaukunst

Dr. Günter Stahn, der Architekt des Nikolai­viertels, schilderte am 16. Februar 2008 im ErzählCafé die acht Jahre vom Gewinn des Wettbewerbs bis zur Fertigstellung des Quartiers 1987.

Bis in die 80er Jahre hinein war der Siedlungskern und Gründungsort Berlins, das Gebiet zwischen Rotem Rathaus und Spree, zwischen Rathausstraße und Mühlendamm, nur eine den Kriegsfolgen geschuldete innerstädtische Brache.
Erst mit der Herausforderung der 750-Jahr-Feier, vermehrt um den traditionell, zwischen Ost und West einsetzenden Wettbewerbsgeist, nahmen sich die Stadtplaner dieses Terrains an.

ErzählCafé Januar 2008

Wilde Nachbarn

Derk Ehlert, Jagdreferent bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, berichtete über das Zusammenleben von Menschen und Wildtieren in Berlin.
Ein jagdliches Thema würde zwar in die Jahreszeit passen aber die Berufsbezeichnung „Jagdreferent“ ist ebenso korrekt wie missverständlich.
Der Ornithologe und Landschaftsplaner Derk Ehlert ist sicher eher ein Anwalt der Wildtiere in der Stadt.
Wenn er auf nächtlichen Rundgängen nach Fuchsbauten Ausschau hält, so geschieht es, um Zahl und Reviere der Tiere zu ermitteln und in einen Berlin-Plan einzutragen, der dann nicht über Straßen und Plätze sondern über das stadtweite Vorkommen von Meister Reineke Auskunft gibt.

ErzählCafé mit Nina Madlen Korn, Dezember 2007

Ein Leben wie aus einem Abenteuer-Roman

Zum 100. Geburtstag ihrer Mutter Ilse Korn erzählte Nina Madlen Korn am 15. Dezember 2007 im ErzählCafé von Büchern und anderen Leidenschaften der Ilse Korn.
 

Die Bücherverbrennung der Nazis, 1933, und die Bekanntschaft mit dem illegal in Deutschland lebenden ungarischen Kommunisten Vilmos Korn, der später ihr Mann wird, gehören zu den herausragenden und politisch prägenden Begebnissen im Leben der jungen Ilse Korn.

Nach dem Krieg wird die gelernte Bibliothekarin Referentin für das Bibliothekswesen in Sachsen und ist später im Volksbildungsministerium mitverantwortlich für den Aufbau der Kinderbibliotheken in der DDR. Aus ihrer Initiative, Kindern vor den noch leeren Regalen aus dem Gedächtnis Märchen aus aller Welt zu erzählen, entsteht eine wöchentlich stattfindende Erzählinstitution, die bis in die 70er Jahre hinein fortbesteht.

ErzählCafé mit Karl-Heinz Drescher, November 2007

„Pinselknecht bei Brecht“

Karl-Heinz Drescher besuchte am 24. November 2007 das ErzählCafé und berichtete über Leben und  Arbeiten am Berliner Ensemble, über Begegnung mit Regisseuren und Schauspielern und über die privaten Seiten von Helene Weigel-Brecht.

ErzählCafé mit Hans-Ulrich Brandt, Oktober 2007

Der Kessel“ und sein Musikchef

Hans-Ulrich Brandt, ehemaliger Trompeter, späterer Musikredakteur und Musikchef des Erfolgsformats „Ein Kessel Buntes“ und heutiger Autor, berichtete am 20. Oktober 2007 im ErzählCafé über sein Leben zwischen Jazz und Unterhaltungsmusik.

Der Kessel Buntes, den Hans-Ulrich Brandt, ab 1985 als Musikchef, zusammen mit

  • acht Redakteuren
  • drei Musikredakteuren
  • sechs Regisseuren
  • sechs Regieassistenten
  • neun Aufnahmeleitern
  • vier Szenenbildnern
  • vier Kostümbildnern
  • vier Maskenbildnern
  • drei Choreographen
  • sieben Lichtgestaltern
  • acht Toningenieuren
  • fünf Bühnenmeistern und
  • elf Autoren,

genoss das Patronat Walter Ulbrichts.

ErzählCafé mit Bengt von zur Mühlen, Januar 2006

Der Herr der Bilder

Bengt von zur Mühlen, der 1932 im estnischen Dorpat/Tartu geboren wurde und zwischenzeitlich nach Kanada und in die USA auswanderte, begann Anfang der 60er Jahre von Westberlin aus Zeitgeschichte filmisch zu dokumentieren.
Die gesammelten, erworbenen, eingetauschten und selbst aufgenommen Millionen Filmmeter, lassen kaum ein Thema deutscher Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert unbeleuchtet.

Bengt von zur Mühlen selbst, dem nachgesagt wird, dass ihm Geheimarchive im Osten wie im Westen offen standen, seine Frau Irmgard als mehrfach ausgezeichnete Regisseurin und ein kleiner Stab von MItarbeitern verwandelten das Filmmaterial in etwa 500 Dokumentarfilme.
Der Holocaust und die Konzentrationslager, der Widerstand, die Nürnberger Prozesse, Flucht und Vertreibung, die deutsche Teilung und immer wieder Berlin stehen im Mittelpunkt seines dokumentarischen Werkes.

Einen kurzen Videoausschnitt seines Auftritts finden Sie hier:

Bengt von zur Mühlen besuchte das ErzählCafé am 21. Januar 2006.

ErzählCafé mit Ursula Ziebarth, Dezember 2006

Vom Sammeln und Reisen - auch mit Gottfried Benn...

...berichtete Ursula Ziebarth den Gästen des ErzählCafés am 9. Dezember 2006.

Die Früchte ihrer Reise- und Sammeltätigkeit bedecken die Wände und Fußböden der Wohnung.
Sie füllen Regale und Schränke, den Flur, die Küche, das Wohnzimmer und mehrere Kellerräume.
Es sind Bilder und Bücher, vor allem aber Figuren und Skulpturen.

Öffnet man in der Wohnung von Frau Ziebarth eine Schranktür, stößt man nicht auf alltägliche Dinge oder die üblichen Reise-Souvenirs – ganze Länder mit ihrem Stil und ihrer Atmosphäre blicken einen entgegen.

Mit Gottfried Benn, den das Reisen und fremde Räume eher beunruhigten, war Ursula Ziebarth in seinen beiden letzten Lebensjahren eng befreundet.
Seine Briefe an sie, von ihr kommentiert, zeigen eine enge und widerspruchsvolle Beziehung.
Ursula Ziebarth berichtete aus ihrem Leben und vom großen Dichter.

Hier ein kurzer Videoclip Ihrer Besuchs im ErzählCafé:

ErzählCafé mit mit Andrea Boudin, Dezember 2005

Die Könige der Lüfte auf dem Lederhandschuh

Andrea Badouin besuchte das ErzählCafé am 17. Dezember  2005.
Sie sprach über Falknerei, Beizjagd und ihr Verhältnis zum Naturschutz.
Die Gäste des ErzählCafés durften Frau Badouins Habicht bewundern.

ErzählCafé mit Beate Niemann, November 2005

Ich will diese Verbrechereltern nicht

Beate Niemann, Autorin des Buches "Mein guter Vater – Mein Leben mit seiner Vergangenheit – Eine Täterbiographie" berichtete am 19. November 2005 im ErzählCafé, wie sie kurz nach der Wende entdeckte, dass ihr Vater ein nationalsozialistischer Massenmörder war und wie das ihr Leben veränderte.

Hier ein kurzer Ausschnitt ihres bewegenden Vortrags:

Bei hagalil.com finden Sie ein äusserst lesenswertes Interview mit der Autorin.

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