Rückblick: ErzählCafé am Nikolaustag 2008

Ein Bär, ein Wort: Käpt´n Blaubär kam, sah .... und bestellte sich erstmal ein Bier.
Mit unverwechselbarer Stimme ein fröhliches "Mahlzeit, Mahlzeit" in die erwartungsfrohe Runde werfend, strebte er zielstrebig das Erzählpodium an, um sich dann genüsslich den ersten Schluck zu genehmigen.
Aber dann wurde es doch die erste dreiviertel Stunde ruhig und knisternd still, als er mit bewegten, knappen Worten aus seiner nicht immer leichten Kindheit und Jugend in Danzig-Langfuhr, Kriegs- und Nachkriegszeit und seinem langen und anfänglich oft auch frustrierenden Anlauf zu ersten Theater- und Filmrollen erzählte.

Kinderreporterin im Interview mit Herrn VölzImmer wieder unterbrach er sich selbst und den Moderator mit Scherzen aller Art, indem er auf Bewegungen und Bemerkungen im Zuhörerraum reagierte.
So ging es am roten biografischen Faden unterhaltsam allmählich voran:
Aus dem Milch- und Butterladen seiner Mutter und einer kurios bestandenen Bäckerlehre, Schauspielunterricht und erstem Bühnendebüt in Hannover, um dann so nach und nach in den inzwischen als Kultfilmen aus den Anfängen der Fernsehgeschichte bekannten Serien wie "Graf Yoster gibt sich die Ehre" oder "Die seltsamen Abenteuer des Raumschiffes Orion" zu landen.
Insgesamt rund 150 Filme und über 600 Fernsehproduktionen.
Ein charmanter Schauspieler und Synchronsprecher, der auch mit anderen Größen der Filmgeschichte wie Hans Albers, Gert Fröbe, Heinz Rühmann oder Harald Juhnke zusammenarbeitete und sie alle kannte, stellt sich dar.
Der zweite Teil des Nachnittags brachte dann die erwartete und gewünschte Nikolausstimmung.
Mit roter Zipfelmütze gab es nun die Bescherung mit Lebkuchen und Spekulatius für gross und klein (von 1 1/2 bis 88 Jahren) und nach einem  von Wolfgang Völz auswendig vorgetragenen Adventssgedicht, stimmte er gleich auch noch improvisierte Weihnachtslieder mit der inzwischen um ihn versammelten Kinderschar an.
Da gab es dann für ihn kein Halten mehr: "Die Brücke der Herzen für Kinder" war endgültig geschlagen.

Und auch glänzende und lachende Augen bei den Erwachsenen.
Eine gelungene Veranstaltung.

Danke an Wolfgang Völz auch als KREATIVHAUS-Pate.

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