Das BEWEGTE THEATER

Das BEWEGTE THEATER
Proben: dienstags, 19.30-22.00 Uhr
Raum bitte aus der Raumtafel am jeweiligen Tag entnehmen.

Seit 1996 leitet Irina Kowallik das "BEWEGTE THEATER" und hat sich mit ihr auf die Suche nach neuem und individuellem Ausdruck begeben.

In den vergangenen 14 Jahren entstanden 8 abendfüllende Stücke.
Dabei hat sich die Gruppenzusammensetzung immer wieder verändert.

Das Besondere an den Stücken des BEWEGTEN THEATERS ist, dass die Persönlichkeit und der individuelle Blick auf die Dinge des Lebens der DarstellerInnen in die Inszenierungen einfließen. Das ist möglich, weil die Erarbeitung aus der Improvisation resultiert und nicht aus einem Text oder einer Stückvorlage. Ein Thema oder eine Situation ist der Rahmen.
Aus den Mosaiksteinen von Szenen entsteht dann ein rundes Stück.

Die DarstellerInnen haben sehr unterschiedliche Berufe, die nichts mit Theater zu tun haben. Daher sind Inszenierungen weniger das Ziel als der Weg dorthin. In Aufführungen kann immer nur ein kleiner Teil der eigentlichen Erfahrungen und Ideen aufgenommen werden, aber pointiert inszeniert zeigen sie, was die Menschen bewegt!

Wichtig in der wöchentlichen Arbeit der Gruppe sind das Körper- und Raumbewusstsein, die Persönlichkeitsentwicklung, das künstlerische Ausdrucksvermögen und die Integration jedes einzelnen mit gemeinsamen Übungen positiv zu beeinflussen.

Inszenierungen:
work - in - progress (1996/97)
SALOME (1998/99 )
ALLOTRIA (2000/01)
In Bausch und Bogen (2002/03 )
HerbstZeitLose (2003/04)
Warten auf ... (2006/07)
Blaue Stunde (2008/09)
Zwischen den Stühlen (2010)

Für das erste Programm work - in - progress 1997 erarbeiteten sich die TeilnehmerInnen verschiedene pantomimische Illusionstechniken. In Einzel- und Gruppenimprovisationen entstanden spannende und unterhaltsame Mimographien und Szenen. Die Arbeit mit kurzen Texten brachte die Gruppe zu kleinen Choreographien in die die Sprache wie ein Requisit einbezogen wurde.

Mit dem Stück SALOME setzte sich das BEWEGTE THEATER mit dem antiken Mythos auf seine Weise auseinander. Teils als Maskentheater, teils als Ritual, gemischt mit Gauklerei und Mime entstand ein nachdenklich-unterhaltsamer Abend mit Gegenwartsbezug, der zu weiterer Diskussion anregte.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurden experimentelle Wege des Theaters beschritten.
Aus dem Spiel mit Geräuschen, Papier, Licht und Körper entstand das Programm ALLOTRIA - ein Spiel mit der Wahrnehmung, das allen Beteiligten, ZuschauerInnen und SpielerInnen viel Freude bereitete. Wieder wurden Texte eingesetzt, dieses Mal entweder im Dunklen oder als alleinige Aktion auf fast leerer Bühne. Ein von der Gruppe selbstgemaltes abstraktes Bild gab die Inspiration zu einer Szene in der jeder der DarstellerInnen Linie, Farbe, Form und zugleich Rhythmus war.

 

Im Jahr 2003 hatte das BEWEGTE THEATER mit dem Stück In Bausch und Bogen wiederum sehr erfolgreiche Aufführungen.
Die Gruppe hatte die Szenen wie immer aus der Improvisation erarbeitet. Aus einfachen Gesten und Haltungen entstanden kleine Choreografien. Das Spiel mit Geschlechterklischees und eigenen Rollenbelegungen war anspruchsvoll, unterhaltsam und nachdenklich. Jede der Darstellerinnen, es waren diese mal ausschließlich Frauen, konnte an der eigenen Person und den anderen neue Facetten der zwischenmenschlichen Kommunikation entdecken. Das Streben nach dem Schönheitsideal wurde absurd in Szene gesetzt. Kleidungsstücke verwandelten sich mit Hilfe der SpielerInnen in lebendige Wesen und konnten so auf der Bühne aus ihrem Leben erzählen.

Aufgrund persönlicher Veränderungen einiger Darstellerinnen, die mit Umzug verbunden waren, formierte sich die Gruppe im September 2003 neu.
Es war auch deshalb ein Neuanfang, weil die neuen Gruppenmitglieder unterschiedliche Voraussetzungen für die Theaterarbeit mitbrachten. So dauerte es etwas, bis eine gemeinsame Basis entstand. Es wurde wieder an einem neuen Stück gearbeitet.
Die Improvisationen drehten sich um den Themenkreis: Großstadt - Herbst - Begegnungen - Freundschaft - Arbeit. Dabei entstanden pantomimische Szenen, Schirmszenen, sehr persönliche Blätter-Träume und das Bild einer in kleine Zuhause aufgeteilten Bühnenfläche in denen jeder seine "Lieblings..." vertrat und verteidigte.
Die Premiere HerbstZeitLose fand am 3. Juli '04 auf der Probebühne des KREATIVHAUSES statt.
Es folgten einige das Publikum begeisternde Aufführungen und Wiederaufnahmen.

 

Die letzte Inszenierung WARTEN AUF... (Premiere 23. Juni 2006) spielte an einer Bushaltestelle.
Der Ort gab die Situation vor. Es wurde gewartet. Eigentlich passiert nichts beim Warten, aber das BEWEGTE THEATER zeigte auch Unsichtbares. Zu den üblichen Wartebeschäftigungen der Menschen gesellten sich so auch Träume, Sehnsüchte, Irritationen und Trugbilder. Dabei wurde neben Schauspiel, Sprache und stilisierter Bewegung auch der Pantomime wieder Raum gegeben.

 

Die Premiere des Stücks "Blaue Stunde" fand  am 28. November 2008 statt.
Es wurden bewegte Bilder, menschliche Gestalten vom Morgennebel über Nachtträume bis zum Neubeginn eines Tages in unterhaltsamen Szenen gezeigt.

  

 

 

  

Zwischen den Stühlen

Der Titel ist Programm: in der Darstellungsweise und mit dem Requisit Stuhl!

Da gibt es die vier Elemente der Welt, die uns umgeben: Erde, Wasser, Luft und Feuer. Die Pantomime ermöglicht die Freiheit ohne viel Requisiten unmögliche Geschichten auf die Bühne zu bringen. Choreografische Elemente verbinden die Spieler/innen zu bewegten Bildern.

Es wurde mit Stühlen und menschlichen Körpern gespielt, erzählt, berührt, bewegt ..

 

 

Video von Proben zu "Zwischen den Stühlen"

Das neue Stück des BEWEGTEN THEATERs hat am 26. August 2011 Premiere.

Übrigens: Wir freuen uns auf Neueinsteiger!