Pension Schöller

„Pension Schöller“ war der Hit des BerlinerZentralTheaters im Jahr 2008.
Das Stück wurde bis Ende Dezember im KREATIVHAUS aufgeführt.
Die Premiere war am 25. Mai 2008.
Nachdem die Gruppe in den vergangenen Jahren (noch als "Trommeltheater") immer wieder neue und spannende Rückblicke auf Stoffe des klassischen Theaterers geworfen hatte, und literarische "Schwergewichte" wie Cervantes, Shakespeare, Schiller und Goethe zu ihren bevorzugten Autoren gehörten, nimmt sie sich nun eines sehr leichten heiteren Stoffes an. Pension Schöller Plakat

Der mittlerweile auch schon fast als "Klassisch" zu bezeichnende Schwank "Pension Schöller" von Carl Laufs, nach einer Idee von Wilhelm Jacoby wurde im Oktober 1890 im Berliner Wallner - Theater uraufgeführt und gehört seitdem zu den unsterblichen Stücken seines Genres.
Das Theater Stück "Pension Schöller"
Die Spielfassung des BZT orientiert sich an der Originalvorlage der Uraufführung und wurde nur behutsam den Möglichkeiten der Gruppe entsprechend verändert
Eine Konsequenz daraus ist beispielsweise die Verlegung der Spielhandlung aus der Gründerzeitepoche in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Handlungsorte sind das ehemalige West- Berlin und ein Dorf in der rheinischen Provinz.

Der Plot:
Ein Landwirt aus einer entlegenen Gegend in Westdeutschland erlebt das aufregende Großstadtleben Berlins und möchte als Krönung seiner Erlebnisse einer Abendgesellschaft in einer modernen Heilanstalt für Geisteskranke beiwohnen.
Sein Neffe, der sich von ihm finanzielle Unterstützung für sein frisch gegründetes Geschäft verspricht, führt ihn, mangels anderer Gelegenheit stattdessen in eine ganz normale Pension.
Der Onkel sieht nun "durch die Brille des Vorurteils" alle Bewohner der Pension als "Verrückte" an und widerspricht niemandem.
Das hat Konsequenzen…
Natürlich klärt sich am Ende alles auf und es gibt ein Happy end mit dazugehörigem Liebesglück.
Das Theater Stück "Pension Schöller"
Das Stück lebt von großer Situationskomik, den skurrilen Figuren und witzigen Dialogen.
Wer von dieser Aufführung psychologisch ausgefeilte Figuren in realistischen Zusammenhängen oder gar die ernsthafte Behandlung von ethisch-medizinischen Grundsätzen der modernen Psychologie erwartet, wird enttäuscht werden.
Wer jedoch kräftig überhöhte Theaterkomik in Tempo - und aktionsreichem Spiel, in der Verbindung mit der für das BerlinerZentralTheater üblichen Vermischung mit packender Live-Musik liebt, kommt voll auf seine Kosten.

Regie: Ulrich Radoy
Musikalische Leitung: Thomas Naumann